C.WIRSCHKE TRIFFT...

IRA MEINDL
FOTOS: KAI WEISSENFELD

Ira Meindl ist Mutter zweier Kinder, Wahldüsseldorferin und Mitgründerin von »House of Little Labels«. Der Onlineshop für Labeldesign und smarte Homeorganisation bietet mit modernen Aufbewahrungsmöglichkeiten und hohem Qualitätsanspruch simple wie vielfältige Lösungen für nachhaltige Ordnung in den eigenen vier Wänden. Im Studio zeigt sie uns ihre Lieblingslooks von Joseph.

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Was sind eure Klassiker bei House of Little Labels?

Ein richtiger Klassiker ist die Lazy Susan von iDesign und unsere Trockenvorratsbehälter in verschiedenen Größen.

Die Lazy Susan ist ein wahrer Game Changer in fast allen Räumen und Schränken und die Clear Cubes sind wunderschön anzusehen, wenn sie befüllt in den Schubladen stehen.

 

Was sind klassische Herausforderungen und vermeidbare Fehler beim Organisieren?

Zu minimieren und etwa strenger zu sein, wenn es ans Trennen und Aussortieren geht. Für uns ist enorm wichtig, auch in der Kommunikation mit Kunden, dass Ordnung Spaß machen soll. Jeder Mensch kann Ordnung halten, er muss es nur wollen. Beispiel Kleiderschrank mit 15 weißen Shirts, Rundhals und V-Ausschnitt. Würden es nicht auch zehn oder weniger tun? Und wenn man so durch jede Kategorie geht, wird man staunen, wie schön der Anblick eines luftigen, aber dennoch gut sortierten Schrankes ist. Habt Spaß beim Organisieren. Holt euch vielleicht noch eine Freundin oder einen Freund mit ins Boot und geht es step by step an. Strebt keine Perfektion an, indem ihr euch von anderen zu sehr inspirieren lasst. Jeder hat sein eigenes Ziel und seine eigene Vorstellung von einem optimal sortieren Zuhause.

 

Wie kann ich schnellstmöglich Ordnung schaffen – und behalten?

Indem man sich aufs Wesentliche konzentriert und vielleicht auch reduziert. Ordnung soll kein Zwang sein, sondern Spaß machen. Dabei ist Schnelligkeit meist nicht von Vorteil, sondern man muss sich etwas Zeit nehmen. Gerade im stressigen Alltag ist Zeit eine Rarität und schon baby steps wirken Wunder. Es kann sehr schnell frustrieren, wenn man das gewünschte Ergebnis nicht sofort sieht – nimm dir deshalb Zeit und widme dich zum Beispiel täglich 30 Minuten lang einer Schublade, einem Schrank oder einer Kiste.

 

Welche Tipps hast du für den organisierten Saisonwechsel im Kleiderschrank?

Dicke und sperrige Kleidung, die zu viel Platz einnimmt, aus dem Schrank räumen und am besten in fest geschlossenen Kisten unterbringen. Diese wiederrum beschriften, damit man nicht lange suchen muss, wenn sie wieder gebraucht werden. Vakuumbeutel sind zum Beispiel auch sehr hilfreich. Was sich bei einem Saisonwechsel sehr gut anbietet, ist den Schrank komplett leerzuräumen, komplett auszuwischen und die Kleidung sorgfältig zusammenzulegen und neu zu falten. Vielleicht findet man dabei auch noch verloren geglaubte Schätze – so geht’s mir meist.

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Welches ist dein Lieblingsteil im Schrank?

Ich habe einige Schätze, die seit Jahren Bestand meines Schrankes sind, aber nur selten ausgeführt werden. Die meisten haben eine Geschichte wie zum Beispiel ein Kleid, das ich mir vor zehn Jahren gekauft habe. Es war die erste teure Anschaffung, die ich mir gegönnt habe und ich habe es bei drei Hochzeiten getragen. Vermutlich passe ich gar nicht mehr rein, aber ich erinnere mich jedes Mal daran zurück. Und dann ist da noch mein mit Abstand wertvollstes Teil und ein absolutes Lifetime Piece, eine Kelly Bag von Hermès. Ein wahrer Klassiker und Traum von vielen. Ich trage sie sehr gerne und erfreue mich täglich an ihr. 

 

Worauf achtest du, wenn du Kleidung kaufst?

Ich gehe sehr selten shoppen. Bei mir müssen neue Teile farblich zu meiner vorhandenen Garderobe passen, damit ich alles gut miteinander kombinieren kann und morgens nicht ewig brauche, um mein Outfit zusammenzustellen. Qualität und Langlebigkeit sind für mich zwei sehr wichtige Aspekte. ich investiere lieber in ein oder zwei teure Produkte, anstatt mir jede Woche zehn Fast-Fashion-Teile zu kaufen.

 

Wie beschreibst du deinen Stil?

Tagsüber muss es praktisch sein, da würde ich meinen Stil als sportlich-chic beschrieben. Jeans, Sneaker und ein Blazer sind eigentlich Standard. Abends greife ich auch mal zu einem Kleid oder hohen Schuhen. Für mich ist wichtig, dass es sich authentisch und nach mir anfühlt. Ich liebe es, in Magazinen zu blättern und mir die neusten Trends anzuschauen, aber das bin zu 80 % nicht ich. Ich würde sogar sagen, dass sich mein Stil in den letzten Jahren nicht groß verändert hat.

 

Was sind deine Highlights für die kommende Saison?

Farbe! Ich werde was Farben angeht sicherlich mal etwas mutiger werden und freue mich sehr, das Thema Colour Blocking in Angriff zu nehmen. Ich habe ein paar Teile im Schrank, die ich etwas anders kombinieren werde als gewöhnlich. Und ich freue mich auch sehr, wieder meine Maxikleider auszuführen. Haut zeige ich auch mal gerne, aber wenn ich in der Stadt oder im Büro unterwegs bin, bevorzuge ich es ein bisschen bedeckter.

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