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Sommer in Düsseldorf: Was wir gerade tragen

Sommer in Düsseldorf: Was wir gerade tragen

Düsseldorf im Juni: Die Stadt heizt sich langsam auf, die Terrassen füllen sich, und irgendwo zwischen dem ersten wirklich warmen Morgen und dem langen Abendlicht beginnt man, anders in den Kleiderschrank zu schauen. Was liegt gerade oben? Was greift man, ohne lange nachzudenken? Wir haben uns gefragt, was wir in diesem Sommer eigentlich tragen und warum.

Patricia: Über Stoffe, die atmen, und Muster, die bleiben

Was mich diesen Sommer am meisten beschäftigt, sind Muster. Nicht als Statement, sondern als Stimmung. Ein Blumendruck auf einem Maxikleid, der wirkt, als wäre er immer schon da gewesen. Ich mag Kleider im Sommer, weil sie eine Entscheidung weniger sind: ein Stück und man ist fertig. Aber das Stück muss im Schnitt, im Fall und im Stoff stimmen.

Frühjahr Sommer Damenmode 2026 – C.Wirschke Düsseldorf

Und dann, überraschend und doch folgerichtig: Polka Dots. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich noch einmal so ernsthaft mit Punkten beschäftigen würde, aber der Unterschied liegt, wie so oft, im Maßstab und im Stoff. Große, ruhige Punkte auf fließendem Gewebe wirken ganz anders als das, was man aus den Neunzigern im Kopf hat. Sie haben etwas Heiteres, ohne laut zu sein. Ich finde das gerade sehr erholsam.

Sommermode Düsseldorf: Braunes Polka-Dot-Ensemble aus fließendem Stoff auf der Königsallee

Leinen ist für mich der Stoff des Sommers, ohne Diskussion. Er atmet, er lebt, er wird im Laufe des Tages schöner. Diese leichten Knitter gehören dazu, sie sind kein Makel. Ein gutes Leinenset in einer ruhigen Farbe, dazu flache Sandalen: Das ist bei mir gerade die Antwort auf fast jeden Anlass.

Was mich diesen Sommer besonders interessiert, sind Sets: Hose und Oberteil aus demselben Stoff, oft in einem ruhigen Ton. Man trägt sie zusammen und hat sofort ein Bild. Oder man trennt die Stücke und hat plötzlich zwei neue Kombinationen. Diese Doppelverwendbarkeit ist etwas, das ich sehr schätze. 

Patricia und Clemens Wirschke in Düsseldorf – Sommermode aus Leinen und eleganter Herrenanzug im Stadtlook

Auch die Bermuda funktioniert bei heißen Temperaturen hervorragend. Ich trage sie gerne mit einem Basic-Shirt oder einer Bluse. Ein leichter, luftiger Look, der trotzdem eine klare Form hat. Die Bermuda ist für mich kein Kompromiss zwischen Kleid und Hose, sondern eine eigenständige Entscheidung. Sie sitzt, sie bewegt sich gut, und sie ist für die Hitze eines langen Düsseldorfer Sommertags oft die ehrlichste Antwort.

Was ich außerdem immer dabei habe, ist ein Tuch. Nicht als Accessoire im modischen Sinn, sondern als echtes Werkzeug: über die Schultern, wenn es abends kühler wird, als Sichtschutz, als Farbtupfer über einem einfarbigen Kleid. Ein gutes Tuch ist so vielseitig, dass ich manchmal denke, es ist das klügste Stück im ganzen Sommer-Garderobenfundus. 

Sommerkollektion 2026 bei C. Wirschke Düsseldorf – Auswahl an Damenmode

Clemens: Was ein Mann im Sommer wirklich braucht

Männer tun sich mit dem Sommer manchmal schwer. Die Versuchung, ins Informelle abzugleiten, ist groß und das Ergebnis ist oft weder bequem noch schön. Dabei ist es eigentlich einfach: Es geht um Stoffe, die atmen, und Schnitte, die Haltung bewahren, ohne einzwingen.

Clemens Wirschke in dunkelblauem Leinenanzug mit Streifenhemd – Herren Sommermode Düsseldorf

Das Hemd ist für mich das zentrale Stück des Sommers. Eines, das weit genug geschnitten ist, um Luft durchzulassen, und das trotzdem eine Form hat. Ich trage im Sommer fast ausschließlich Leinen und leichte Baumwolle. Wenn es wirklich heiß wird, ein gutes Poloshirt. Es kommt auf die Qualität des Piqués an, auf den Kragen, auf die Schulter. Ein Poloshirt, das sitzt, ist eine vollständige Aussage. Ich greife im Sommer gerne dazu, weil es weniger verlangt als ein Hemd mit Kragen und trotzdem mehr gibt als ein einfaches Oberteil. 

Und dann gibt es noch den Moment, in dem man all das ablegt. Am Wasser, im Urlaub, oder im Garten mit Freunden – irgendwo wo es keine Rolle mehr spielt, was man trägt, außer dass es stimmen sollte. Ich trage gemusterte Badehosen, gerne mit einem ruhigen Druck oder Listra-Print, in Tönen, die zum Rest des Koffers passen. 

Clemens Wirschke entspannt im Sommer – Leichtes Strick-T-Shirt und gemusterte Badehose auf der Terrasse

Was die Farben angeht, bin ich im Sommer bewusst sanfter. Töne, die mit dem Licht arbeiten: ein helles Sandgrau, ein gebrochenes Ecru, ein sehr zartes Blaugrün. Diese Farben haben etwas Ruhiges, das ich im Sommer besonders schätze. Sie verlangen nichts. Und gerade weil sie so zurückhaltend sind, tragen sie sich den ganzen Tag angenehm, ohne dass man das Gefühl hat, eine Entscheidung revidieren zu müssen.

Was den Abschluss eines guten Sommer-Looks ausmacht, ist für mich der Schuh. Und hier komme ich immer wieder zu Santoni. Es gibt Schuhe, die man im Sommer trägt, und es gibt Schuhe, die einen Sommer tragen. Das ist ein Unterschied. Was mich an Santoni fasziniert, ist die Art, wie das Leder mit der Zeit reagiert: Es nimmt Wärme an, es wird weicher, es entwickelt eine Patina, die man nicht kaufen kann, sondern nur tragen. Ein ungefütterter Santoni-Loafer auf nacktem Fuß ist für mich das Sommerstatement, das keines sein will und vielleicht deshalb so überzeugend ist.

Patricia und Clemens Wirschke in Sommer-Outfits – Leinen und eleganter Stil auf Düsseldorfer Straße

Was der Sommer für uns bedeutet

Es gibt eine Frage, die wir uns jedes Jahr neu stellen: Was brauchen wir wirklich? Nicht im großen Sinn, sondern ganz konkret, im Kleiderschrank, im Koffer, im Alltag zwischen Boutique und Terrasse. Der Sommer zwingt zu dieser Ehrlichkeit. Er lässt keine Schichten zu, keine Ablenkung durch Volumen oder Schwere. Was bleibt, ist das, was wirklich funktioniert und was man wirklich mag.

Für uns beide ist das eine Erleichterung. Weniger Entscheidungen, klarere Bilder, mehr Raum für die Dinge, die zählen: ein gutes Gespräch, ein langer Abend, das Gefühl, angezogen zu sein, ohne darüber nachzudenken. Mode im Sommer ist für uns kein Aufwand. Sie ist, wenn sie gelingt, fast unsichtbar. 

Patricia & Clemens Wirschke

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